Kolumne: Möglichkeiten im WWW

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, ob der eigene Beruf auch gleichzeitig Berufung ist? Bei den meisten Angestellten wird die Antwort ernüchternd ausfallen. Doch meist hat man wenig Wahl – schließlich wollen Rechnungen und andere Verantwortlichkeiten gezahlt werden.

Einige schlaue Köpfe – womöglich auch Glückspilze – schaffen es dennoch, sich auch in der Arbeitswelt selbst zu verwirklichen und Inhalte wie Produktionen, die ehemals einer Elite vorbehalten waren, für die breite Masse zugänglich und relevant zu machen. Besonders durch die Mannigfaltigkeit des Internets konnten Karrieren dabei vorangetrieben werden.

Der „Digital Bohemian“

Dieser Kunstbegriff wurde 1995 vor allem von Elisa Rose und Gary Danner, dem Künstlerduo „Station Rose“, durch die Errichtung eines öffentlichen Multimedialabors geprägt. In ihm spiegeln sich freischaffende Kreative und Medienkenner wieder, die durch die Veröffentlichung ihrer Arbeiten im World Wide Webihren Lebensunterhalt bestreiten. Zu den Werken zählen vor allem Musikproduktionen, redaktionelle Arbeiten, Lichtshows, Bildinstallationen, Videos und ähnliche Projekte, deren Abnehmerkreis durch die Reichweite des Internets stetig steigt.

Der Begriff hat sich mittlerweile geweitet und wurde um sogenannte Influencer, die besonders durch ihre Authentizität als Lautsprecher für das Netz gelten, ergänzt. In vielen verschiedenen Branchen ist ihre Expertise gefragt. Die Unabhängigkeit in den von ihnen produzierten Inhalten, Kommentaren oder Bewertungen macht sie als natürliche Werbeträger besonders wertvoll. Das kann sogar so weit gehen, dass die Anwesenheit der Influencer auf öffentlichen Veranstaltungen wie Spiele- oder Elektronikmessen mehr als erwünscht ist.

Auch ohne Programmierkenntnisse selbst online aktiv werden

Das Internet ist heute allgegenwärtig. In Industrienationen hat jeder Zugriff auf das WWW, sodass die Motivation zur Selbstverwirklichung und -vermarktung hoch ist. Digitale Varianten der zuvor analogen Geräte (von Kameras über Rekorder zu Mitteln der Ton-, Bild- und Filmbearbeitung) sind zudem wesentlich billiger und somit für jedermann zugänglich. In den meisten Fällen beginnt das Projekt „Selbstverwirklichung“ mit einer eigenen Webseite.

Heute sind dazu nicht einmal mehr Programmierkenntnisse erforderlich, denn mit diesen Hilfen geht das sehr leicht, sodass der Fokus schnell auf die eigentlichen Inhalte gelegt werden kann. Trifft man mit seinem Alleinstellungsmerkmal den Geschmack einiger User, ist bereits ein wichtiger Teil zum Aufbau einer Leserschaft geleistet. Diese Community ist nämlich der entscheidende Faktor, damit die eigene Vermarktung zum Selbstläufer wird.

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