Test: Mionix Castor

Mionix hat im September die neue Maus Mionix Castor präsentiert. Sie soll besonders ergonomisch sein und kommt mit dem optischen Pixart-Sensor PMW-3310, welcher bereits einen guten Ruf genießt, auf den Markt. Die sehr schlichte Form der Maus, soll alle drei bekannten Haltestile unterstützen: Palm, Claw und FingerTip. Im Folgenden erfahrt ihr, wie sich die Maus im Test schlägt.

Ich bedanke mich bei MIONIX für die Zusammenarbeit!

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren über den Artikel und das Produkt!

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung der Mionix Castor ist sehr interessant gestaltet: eine kleine Kartonschachtel unterteilt in zwei Hälften. Geschmückt mit dem Mionix Logo, Abbildungen der Maus und diversen Informationen zum Produkt. Aufgeklappt liegt die Maus in einer weichen Kartonschale.

Die sehr schicke Verpackung macht das Unboxing schon fast zu einem Genuss. Endlich ausgepackt, finden wir im Lieferumfang nicht nur die Mionix Castor, sondern auch Sticker-Set und eine Bedienungsanleitung.

Mionix Castor Verpackung innen

Technische Spezifikationen

  • 32-Bit ARM-Prozessor mit 32 Mhz
  • 4-schichtige Soft-Touch-Gummioberfläche
  • 6 frei programmierbare Tasten
  • 2 integrierte LEDs mit 2 Farbzonen
  • LED-Farbeffekte: Farbverlauf, statisch, blinken, pulsieren, atmen
  • Bis zu 16,8 Millionen LED-Farboptionen
  • 2 große PTFE-Maus-Gleitflächen
  • USB-2.0, vergoldet, Plug and Play
  • 128kb On-Board Speicher
  • von 50 bis 10000 DPI in 200er Schritten frei justierbar
  • PMW-3310 IR-LED optischer Gaming-Sensor
  • Maximale Tracking-Geschwindigkeit von bis zu 5,45 m/s (215 IPS)
  • Keine Hardware-Beschleunigung
  • Pooling Rate: bis zu 1000 Hz und 1 ms Reaktionszeit in vier Schritten

Abmessungen und Gewicht

  • 122,46 x 70,42 x 40,16 mm
  • Gewicht (ohne Kabel): 93,8 g
  • Gewicht (mit Kabel): 141,5 g

Der optische IR-Sensor PMW3310DH von Pixmart ist brandneu und bekannt für die sehr genaue Übermittlung von Bewegungen. Dieser Sensor leistet auf dem Papier etwas mehr Performance als die ADNS-3090, die wir von der Zowie EC1 EVO oder von der Zowie FK kennen. Laut Produktangaben tastet der Sensor im Originalzustand bis zu 5000 cpi. Dies bedeutet das der Sensor pro Inch, also 2,54 cm, bis zu 5000 Daten registriert. Je nach Hersteller kann dieser Wert in einem bestimmten Rahmen noch angepasst werden. Die verbauten Switche von Omron lauten, L/R D2FC-F7N.

Im Ur-Zustand kann der Sensor bis zu 30g beschleunigt werden. In der Praxis sind solche Beschleunigungen aber sehr unwahrscheinlich. Weitere Anpassungsmöglichkeiten bei diesem Sensor können bei der CPI- oder DPI-Einstellung vorgenommen werden. Manche Hersteller, wie ZOWIE, stellen diese Werte fest ein, Mionix hingegen lässt dem Nutzer mehr Spielraum.

Optik und Verarbeitung

Der erste optische Eindruck der Mionix Castor im Test ist positiv. Die Mionix Castor wirkt sehr robust und solide. Auch die Form der Maus ist eher schlicht und einfach gehalten. Ergonomische Voraussetzungen für Rechtshänder hat Mionix mit der Castor ebenfalls sehr dezent realisiert, z. B. mit der typische Schräge, die von links nach rechts flach abfällt.

Mionix Castor vorne

Die sehr dezent gehaltene ergonomische Bauform verfügt über eine sehr leichte Ablagefläche für Ring- und Zeigefinger. Für den Daumen wurde eine weiche Gumminoppen-Struktur gewählt. Diese ist rutschfest und sorgt für einen stärkeren Halt. Die beiden Haupttasten haben sehr leichte Mulden und die beiden Finger liegen angenehm auf. Der relativ ausgebeulte Rücken der Castor Mionix fällt nach hinten hin sehr flach ab.

Mionix Castor von der Seite

Mionix Castor von der Seite 2

Die Castor macht nicht nur optisch einen hochwertigen Eindruck, sondern auch haptisch fühlt sich die Maus sehr stabil und hochwertig an. Die Weiche Soft-Touch-Oberfläche ist ähnlich wie die erste ZOWIE EC Generation. Große Gleitpads sorgen im Test für einen sehr guten Flow auf dem Mauspad.

Mionix Castor unten

Testsystem und Testverfahren:

  • Prozessor: Intel i5 2500K @ 4.5 Ghz 1.320V
  • Mainboard: Asrock P67 Pro 3
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980 AMP omega Edition
  • Arbeitsspeicher: HyperX Beast 16GB-Kit, 2133Mhz
  • HDD: Samsung 2TB Seagate Barracuda
  • SSD: Kingston HyperX Savage 480 GB
  • Netzteil: Cooler Master VS-Series V650SM 650W
  • Gehäuse: Nanoxia DeepSilence 1
  • Windows 7 64 Bit Service Pack 1

Mein Rechner basiert auf die Sandy-Bridge Generation, verbaut ist eine Intel Core i5 2500K, dieser ist auf 4,5 GHz bei 1,320 V hochgetaktet. Als Mainboard für den Test dient ein ASRock P67 Pro 3. Das Mainboard ist ein kostengünstiges aber dennoch gutes Mainboard mit genügend Steckplätzen und,ganz wichtig, Unterstützung für OC bei K-Prozessoren.

Die Grafikkarte kommt aus dem Hause ZOTAC und hört auf den Namen GTX980 omega AMP Edition, eine sehr starke Grafikkarte mit einer guten Kühlung und reichlich OC-Potenzial. Die Grafikkarte erlaubt es mir, meine CPU voll auszulasten, da die GPU momentan in Full-HD oder 2880 x 1620 in fast allen Spielen genug Power hat. Als SSD benutze ich zwei Kingston HyperX Savage mit 480 und 240 GB. Die SSD verwaltet meine wichtigsten Programme und die wichtigsten Games. Somit sind die am häufigsten verwendeten Daten schnell und zuverlässig da.

Damit auch die Hardware eine zuverlässige und effiziente Stromquelle vertrauen kann, habe ich ein Netzteil von Cooler Master verbaut, das V650SM mit 650W. Somit bietet das Netzteil aktuelle Technologie. Um das System so effektiv wie möglich zu kühlen, habe ich ein Konzept entwickelt, das darauf basiert, so leise wie möglich zu sein und dennoch das System unter extremen Bedingungen kühl zu halten.

Realisiert wurde diese Vorstellung mit verschiedenen Lüftern des Herstellers Noiseblocker. Insgesamt verbaut sind vorbei 2 x 120 mm, unten 1 x 140 mm, hinten 1 x 140mm und oben 2 x 140mm. Geregelt sind die Lüfter fix auf 500 RPM. Im normalen Einsatz laufen allerdings nur 3 der insgesamt 6 Lüfter, und zwar vorne, hinten und oben jeweils einer.

Testszenario

Die Maus wurde ausgiebig in verschiedenen Ego-Shootern getestet. Dabei kamen einige weit verbreitete Spiele zum Einsatz wie beispielsweise Counter Strike: Global Offensive oder Battlefield 4. Auch Programme wie Photoshop, Google Chrome und Microsoft Office wurden im Alltag auf Benutzerfreundlichkeit getestet. Als Unterlage für die Maus kommt ein ZOWIE GS-R Mauspad, sowie ein CoolerMaster Speed-RX Large zum Einsatz.

Leistung

Office/Alltagsbetrieb: Im Office- und Alltagsbetrieb sorgt die ergonomische Form für eine sehr angenehme und ermüdungsfreie Bedienung. Die Hand liegt sehr gut auf der Maus. Die beiden Seitentasten sind im Test sehr genau beim Auslösen.

Gaming: Beim Gaming kann die Mionix durch bombenfesten Halt und enorm guter Genauigkeit punkten. Der Sensor ist ein alter Bekannter, der bereits bei unserer Referenz-Maus, der Zowie EC1-A, verbaut ist.

Die Tasten habe klare und eindeutige Auslösepunkte, die Widerstände sind etwas geringer als bei der EC1-A. Das kann als Vorteil aber auch als Nachteil in unserem Test angesehen werden.

Die Seitentasten gefallen uns besonders gut. Zwar sind diese mit ihrer geringeren Auslösepunkten anfällig für versehentliche Klicks, aber sind dafür sehr direkt. Die Mausrad-Rasterung ist sehr leichtgängig und besitzt leider kein eindeutiges Feedback. Eine Ablagefläche für Ring- und Zeigefinger sind zwar vorhanden, in der Praxis überzeugt diese durch ihre geringe Größe leider nicht, was zu kleineren Punktabzügen im Test geführt hat.

Fazit

Mionix bringt mit der Castor eine sehr kompakte und vielseitige Maus in den Markt. Die Castor ist von der Verarbeitung und Qualität her auf jeden Fall zu loben, auch der verbaute optische Sensor sollte anklang in der Ego-Shooter-Szene finden. Die eindeutigen Auslösepunkte sowie die sehr angenehme und ergonomisch ausgewogene Bauform sorgen dafür, dass die Maus in allen bekannten Haltestilen verwendet werden kann.

Die dezente Beleuchtung sorgt für ein Wow-Effekt, wirkt aber nicht übertrieben. Die Castor ist allgemein sehr zurückhaltend und schlicht gehalten, das Gesamtkonzept stimmt somit über ein. Jedoch muss man ehrlich sagen, dass die aktuelle UVP von 70 € noch etwas zu hoch sind. Sollte der Preis in Richtung 60 € fallen, könnte die Castor für mehr Menschen interessant werden.

Die Mionix Castor kann in unserem Test dennoch durch Qualität und Leistung überzeugen, daher vergeben wir unseren Dual Gold Award.

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