Test: Lepa LPC 301

Lepa, ein Neueinsteiger im Gehäuse- und Netzteilmarkt, hat nun auch seine ersten Gehäuse ins Rennen geschickt. Wir haben uns das Lepa LPC 301 genauer angesehen und getestet, ob Lepas Start im Gehäusemarkt geglückt ist.

Wir bedanken uns bei Lepa für das Bereitstellen des Testmusters und das entgegengebrachte Vertrauen!

Technische Daten

  • ATX-Miditower
  • 4 x 5,25″ und 2 x 3,5″ Laufwerk Einschübe (Extern)
  • 4 x 120mm Lüfter
  • I/O Panel mit 3 x USB 2.0, Audio Anschlüssen und 1x eSata Anschluss
  • 5 x 3,5″ Festplattenwechsel-Rahmen (intern)

Das Lepa LPC 301 verfügt über folgende Lüfter:

  • Gehäuse-Vorderseite: 1 x 120mm roter LED Lüfter
  • Gehäuse-Rückseite: 1 x 120mm Lüfter unbeleuchtet
  • Gehäuse-Seitenwand: 2 x 120mm Lüfter unbeleuchtet

Lieferumfang

Geliefert wird das Lepa LPC 301 in einem normalen Karton auf dem die Gehäuse-Daten und das Lepa Logo aufgedruckt sind. Als Zubehör werden eine kleine Tüte mit diversen Schrauben zur Montage der Hardware sowie ein Handbuch mitgeliefert.

Ausstattung

Als Ausstattung bringt der LPC 301 4x 120mm Lüfter mit sich. Drei davon sind unbeleuchtet, nur der an der Vorderseite leuchtet rot. Die Lüfter stammen dabei nicht von Lepa selbst sondern sind No-Name Modelle von JDDA.

Festplatten werden in insgesamt 5 roten Wechselrahmen platziert, die eine schnelle Montage versprechen. Laufwerke werden mit Schnellverschluss-Systemen befestigt.

Da werden keine Schrauben benötigt. Für Grafikkarten und Co stehen insgesamt 7 Erweiterungs-Steckplätze zur Verfügung. Das I/O Panel ist im Deckel platziert und bietet insgesamt 3x USB 2.0, HD Audio und 1x eSata Anschlüsse (Anschluss).

Schade ist, dass keine USB 3.0-Unterstützung vorhanden ist, die von immer mehr Anwendern benötigt wird. Zusätzliches Manko: die Erweiterungs-Steckplätze müssen abgeschraubt werden und sind silber-Farben. Das passt überhaupt nicht ins Gesamtbild mit dem schwarzen Innenraum.

 

Äußere Betrachtung

Schaut man sich die Vorderseite an, wandert der erste Blick zum großen Einschaltknopf hinüber. Über dem Einschaltknopf wurde das Lepa Logo angebracht. Die Front besteht größtenteils aus Lochblech-Gitter (Mesh) mit dahinter befestigten Staubschutzfiltern aus „Moos-Stoff“.

Im unteren und oberen Teil der Vorderseite ist links und rechts jeweils ein „Gitter“ vorhanden. An der Vorderseite ist ein roter LED Lüfter montiert, der ein dezentes rot nach außen bringt.

Der Deckel ist wie der ganze Rest des Gehäuses in schwarz gehalten und bietet nur ein I/O Panel an. Dieses lässt sich mit einer Klappe auf und zu schieben. Zwei weitere Lüfter-Plätze im Deckel hätten dem Airflow sicherlich nicht geschadet.

Die linke Seitenwand zieht da schon mehr das Auge auf sich. Auf einem Plastik-Gerüst befinden sich zwei 120mm Lüfter mit einer runden Mesh-Abdeckung, die Lautsprecher-Boxen ähneln.

Auf dem Gerüst ziert die Bezeichnung „Air Master Cooling Duct“ mit zwei Flügeln, jeweils rechts und links die Seitenwand.

Die Seitenteile weisen eine geringere Qualität auf, denn das Blech ist nur 1mm dick. Beim linken Seitenteil unterstützt das Plastik-Gerüst die Stabilität. Die Rückseite unterscheidet sich kaum von anderen Gehäusen, zu bemerken ist hier jedoch, dass das Netzteil immer noch seinen Platz oben findet.

   

Innere Betrachtung

Der Innenraum wurde, wie das Äußere, in schwarz gehalten. Von den ganzen schwarzen Farben lenken die roten Bauteile wie Festplatten-Wechselrahmen, Schnellverschlusssysteme und Lüfter ab. Eine gelungene Kombination.

Wie schon erwähnt, wird das Netzteil hier oben montiert. Insgesamt stehen 7 Erweiterungs-Steckplätze für den Einbau von Grafikarten und Co zur Verfügung. Im hinteren Gehäuseboden dient ein eingedrücktes Gitternetz für die Luft-Zirkulation von beispielsweie Grafikkarten.

Festplatten werden in den roten Wechselrahmen eingebaut, die einen leichten und schnellen Festplattenwechsel ohne Schrauben ermöglichen. Zum Befestigen der Laufwerke sind auf beiden Gehäuseseiten jeweils 5 rote Schnellverschluss-Systeme vorhanden.

Der hintere, sowie die beiden seitlichen roten Lüfter sind unbeleuchtet. Dabei stammen alle Lüfter von JDDA, also nicht von Lepa selbst.

Nur der vordere transparente 120mm Lüfter leuchtet rot. Ein wirklich durchdachtes Kabelmanagement-System ist nicht vorhanden, trotzdem sind mehrere Durchführungen zum Verlegen von Kabeln eingebaut. Ärgerlich, es sind keine Schlauchdurchführungen für Wasserkühlungen oder Ähnliches vorhanden.

 

Montage und Betrieb

Der Einbau der Hardware erfolgte schnell und fast ohne Probleme. Die Schnellverschluss-Systeme funktionieren einwandfrei und auch die Wechselrahmen für die Festplatten sind sehr nützlich.

Jedoch konnten wir den Einbau nicht vollenden, da unser CPU-Kühler (Prolimatech Genesis) das Zuschließen der Seitenwand verhinderte. Außerdem ist die Maximallänge für Grafikkarten mit 28cm recht knapp bemessen. Unsere MSI R5770 HAWK ließ sich aber ohne Probleme montieren.

 

Im Großen und Ganzen ist Lepa der Start im Gehäuse-Markt gelungen. Es gibt einige Mängel, viele davon sind aber nicht schlimm.

Großes Manko ist auf jeden Fall der zu knapp bemessene Raum, denn große CPU-Kühler oder Grafikkarten finden da keinen Platz. Die Lüfter in diesem Gehäuse waren sehr leise und effizient, nur fehlte es dem vorderen etwas an Leuchtkraft.

Für eine noch bessere Kühlung wären 2 Top-Lüfter ideal gewesen und bei neuen Gehäusen erwartet man nun auch USB 3.0 Anschlüsse. Aber das Design überzeugt, der schwarze Innenraum mit seinen roten Akzenten und das linke Seitenteil sind echte Hingucker. Das Gehäuse ist momentan ab 42,64 € erhältlich.

  

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