Test: Fractal Design Define XL R2

Das in Schweden ansässige Unternehmen Fractal Design ist ein Quereinsteiger auf dem Markt mit schon einigen namenhaften Computergehäusen auf dem Markt. Wir testeten auch bereits einige Gehäuse aus dem Hause Fractal Design, wie zum Beispiel das Arc Midi R2 oder aber das Node 304.

Bei sämtlichen Tests fiel immer wieder das gut durchdachte Konzept als auch der faire und sogar teilweise günstige Preis gegenüber anderen Probanden auf. Außerdem bietet der Hersteller mittlerweile schon eine Vielzahl von Unterkategorien an, teilweise auch mit mehreren Neuauflagen.

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Wir danken Fractal Design für das Zusenden des Testsamples!

Das sich im heutigen Test befindliche Define XL R2 ist der direkte Nachfolger zum Define XL, das damals durch die schlichte Optik und hohe Funktionalität glänzen konnte. Leider fehlten dem Define XL ein paar kleine Details wie zum Beispiel das heute umumgängliche USB3.0.

Diese und andere Neuerungen lassen sich im neuen Fractal Design Define XL R2 laut Herstellerangaben vorfinden.Auf den folgenden Seiten testen wir das Gehäuse mit unseren allgemein bekannten Testkritierien.

Lieferumfang und Ausstattung

Der Hersteller Fractal Design liefert das Define XL R2 in einer hauptsächlich grau gehaltenen Umverpackung mit schwarzen Nebenakzenten aus. Die Vorderseite der Verpackung zeigt deutlich die Umrisse vom Define XL R2, als auch die vom Hersteller gewohnten Logos bzw. Eigenwerbung.

Beim weiteren Betrachten fallen an den Seiten der Verpackung erste technische Spezifikationen wie zum Beispiel die Größe, aber auch das Gewicht oder gar Montagemöglichkeiten, auf. Die Rückseite der Verpackung zeigt das Gehäuse dann noch einmal im Einzelnen inklusive den Teilen, die ausgebaut oder geöffnet werden können.

Das Fractal Design Define XL R2 lässt sich in zwei verschiedenen Varianten erwerben, zum Einen die Titanium Grey Variante, die wir heute testen und zum Anderen die Black Pearl Variante. Beide unterscheiden sich lediglich durch die Fronttür, die nach dem entsprechenden Namenszusatz gestaltet worden ist.

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Nach dem Öffnen des Kartons erscheint das Gehäuse in Styropor und einer Plastikfolie. Zusätzlich wurde die Fronttür vom Define XL R2 mit einer Folie versehen, da diese kratzempfindlich ist.

Überraschenderweise kommt beim Auspacken nicht die Bedienungsanleitung oder dergleichen entgegen, sondern ein Warnhinweis. Dieser verrät, dass Fractal Design ein Produktionsfehler bei den Mainboard-Abstandshaltern unterlaufen ist und rät in aller Dringlichkeit dazu, die an den Hinweis beigelgeten Abstandhalter zu verwenden.

Des Weiteren bietet Fractal Design, wie es scheint, eine kostenlose Nachlieferung der Abstandshalter, dafür scheint lediglich die Seriennummer und eventuell die Rechnung relevant zu sein.

Im Gehäuseinneren befinden sich die Bedienungsanleitung wie auch der obligatorische Warnhinweis von Fractal Design, sowie ein kleiner Karton mit den benötigten Zubehörteilen.

Der Lieferumfang beinhaltet:

  • Bedienungsanleitung, Warnhinweis
  • Schrauben für die Montage
  • Abstandshalter
  • Kabelbinder
  • Gummiunterlagen

Der Inhalt des kleinen Kartons ist wohl sortiert und alle unterschiedlichen Teile wurden in sepeaate Plastiktüten verpackt, um eine gute Überschaubarkeit zu gewährleisten.

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Das Fractal Design Define XL fand schon 2010 eine gute Resonanz gegenüber den Features, aber auch der schlichten Optik. Das Define XL R2 hat sich vor allem durch die Innenraumaufteilung, die nun nicht mehr Netzteil und Mainboardtray voneiander trennt, als auch durch den Standard USB3.0 verändert.

Betrachtet man also die Front, zeigt sich das Gehäuse in einer ebenen und abschließenden Frontpartie in Form der Fronttür. Folglich lässt sich in der Front ein einheitliches Erscheinungsbild erkennen und erst oberhalb der Front in Höhe des Deckels lassen sich die Frontanschlüsse als auch Taster vorfinden.

In der Mitte befindet sich der An/Ausschalter, gepaart mit einer LED Leiste, rechts von diesem sind jeweils zwei USB2.0 und USB3.0 Anschlüsse vorzufinden. Während die linke Seite den Reset-Knopf sowie die obligatorischen Audio Anschlüsse wie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss beinhaltet.

Vor allem der An-/Ausschalter bietet einen guten Druckpunkt, beziehungsweise ein angenehmes haptisches Gefühl beim Betätigen der Taste. Der Resetknopf ist angemessen klein gehalten worden, sodass ein unbeabsichtigtes Betätigen fast nicht möglich ist.

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Technische Spezifikationen

Fractal Design Define XL R2 Titanium Grey
Gehäusetyp:Kompatiblität zu Mainboards mit XL-ATX, E-ATX, ATX,Micro-ATX, Mini-ATX Standard
Abmessungen:230 mm × 559 mm × 560 mm (BxHxT)
Gewicht:16,4 kg
Lüfter:2x 14/12cm Front (davon 1x vorinstalliert), 1x 14cm Heck (vorinstalliert),1x 14cm Boden (vorinstalliert);2x 14/12cm Deckel (optional), 1x 14/12cm Seitenteil (optional)
Einbaumöglichkeiten:4x 5,25 Zoll Laufwerke8x 3,5 Zoll Festplatten, sowie 2,5 Zoll SSDs verbaubar
Platzangebot:
  • ATX Nezteil verbaubar (mit Lüfter am Boden 190mm verbaubar, ohne 345mm)
  • Grafikkarten mit maximaler Länge von 480mm (ohne oberen HDD Käfig, sonst 330mm)
  • CPU-Kühler mit maximaler Höhe von 170mm (ohne Seitenlüfter)
Besonderheiten:USB 2.0, USB 3.0, Front Audio, Staubfilter, Schalldämmung, Lüftersteuerung

Äußeres Erscheinungsbild

Das Fractal Design Define XL war in der ersten Revision ein hochgelobtes Gehäuse und gehörte zu den Top Produkten seiner Preiskategorie.Mit der zweiten Revision wurden vor allem technische Neuerungen versprochen, aber auch auch ein paar optische Veränderungen.

Im Mittelpunkt dieser Veränderungen stand jedoch ohne Zweifel die schlichte aber edel anmutunde Gehäusegestaltung, für die das Gehäuse bereits 2010 erfolgreich ausgezeichnet worden ist.

Das Define XL R2 kann vom Hersteller Fractal Design in zwei verschiedenen Varianten erworben werden. Beide Varianten unterscheiden sich lediglich in der Frontfarbgebung, die sich zum Einen in der vom Hersteller derklarierten Titanium Grey und zum Anderen in der Black Pearl Variante wiederspiegeln.

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Wie schon erwähnt handelt es sich bei unserem Testsample um die Titanium Grey Variante, was sich auch sofort beim Betrachten der Front bemerkbar macht.Die Front zeigt eine gerade, ebene Oberfläche in Form der Fronttür. Diese wirkt beim ersten Betrachten, als wäre Metall verarbeitet worden, dies ist jedoch nicht der Fall.

Die Plastikverarbeitung fällt dann beim ersten Öffnen auf, die Tür kann durch eine Aussparung sehr leicht nach links geöffnet werden. Das Innere der Tür ist mit Dämmstoff ausgestattet, wobei dieser relativ dünn ist, damit eine problemlose Schließung durch die Magneten möglich ist.

Im Prinzip ist nach dem Öffnen der Tür die Front in zwei Bereiche aufgegliedert worden, nämlich in Lüfterplätze im unteren und im oberen Teil vier verfügbare Laufwerksmontagemöglichkeiten.

Die Lüfter lassen sich ebenfalls durch eine Tür erreichen, durch Drücken unten rechts, aber auch oben rechts, hört man ein akustisches enthaken und die Tür lässt sich nach links öffnen.

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Hinter der Lüftertür lassen sich Staubfilter erkennen sowie der einmal in der Front verbaute, hauseigene 140mm-Lüfter aus der Silent R2 Serie. Außerdem kann hinter den Staubfiltern ein weiterer 140mm, aber auch ein 120mm Lüfter verbaut werden. Im oberen Bereich sind die Laufwersschächte anzutreffen, die vier Laufwerke im 5,25 Zoll Format beherbergen können.

Die Blenden lassen sich sehr einfach entfernen und anschließend auch wieder verschließen. Rechts neben dem Laufwerksschacht befindet sich eine Lüftersteuerung, die in drei Stufen(5V/7V/12V) regelbar ist.

 

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Die beiden Seiten vom Gehäuse bergen auf den ersten Blick keine großen Differenzen. Das linke Seitenteil hat eine Öffnung, um einen weiteren Lüftermontageplatz zu ermöglichen, auch hier kann wieder zwischen einem 140mm, als auch 120mm Lüfter entschieden werden. Ansonsten sehen beide Seiten relativ identisch aus und wurden komplett in schwarz gehalten.

Ebenfalls im Gewicht gibt es keine großen Unterschiede, beide Seitenteile sind äußerst stabil, was sich vor allem durch die Dämmung begründen lassen sollte. Prägnant für die Seitenansicht sind die Lüftungsschlitze an beiden Seiten, die nicht gedämmt sind und zur Frischluftgewinnung beisteuern sollen.

 

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Die Heckansicht des Fractal Design Define XL R2 bietet ein bekanntes Schema, das sich von jedem geschulten Auge erkennen lässt. Von unten betrachtet beginnt die Öffnung für die Netzteilmontage, worüber sich die Slotblenden erkennen lassen.

Äußerst bekannt sind die Farbakzente, die der Hersteller beispielsweise mit weißen Slotblenden oder Lüftern bei schwarzen Gehäusen setzt, auch diese sind wieder vorzufinden. Neben den Slotblenden, die mit einer Anzahl von neun typisch für Big Tower sind, lässt sich gelochter Stahl erkennen, der vermutlich zur besseren Be/-Entlüftung beitragen soll.

Schaut man noch höher, erkennt man einen verbauten Lüfter, der aus der Silent R2 Series stammt mit einem Ausmaß von 140mm, jedoch kann ebenfalls ein 120mm Lüfter verbaut werden. Rechts neben dem Lüfter befindet sich die Aussparung für die rückwärtigen Mainboardanschlüsse.

Absolut vergeblich werden jedoch Schlauchöffnungen gesucht, die vor allem bei Big Towern eine Selbstverständlichkeit sein sollten, denn mittlerweile besitzen die kleinen Brüder im Midi Format ebenfalls schon Schlauchöffnungen.

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Der Deckel zeichnet sich vor allem durch eine eher schlichte Gestaltung aus. Es lassen sich beginnend von vorne betrachtet die Frontanschlüsse wie USB2.0/3.0 als auch die obligatorischen Audio Anschlüsse vorfinden. Die Abstände zwischen den einzelnen USB Ports sind ausreichend gestaltet worden und so würde einem Betrieb mehrerer Sticks nichts im Wege stehen.

Als zentraler Punkt ist hier jedoch der An/Ausschalter, der einen angenehmen Druckpunkt bietet und ein positives „Tastgefühl“ hinterlässt, gepaart wird der An/Ausschalter mit einer LED, die während des Betriebes leuchtet. Nach hinten betrachtet lässt sich eine schwarze Gestaltung erkennen, die am Ende des Deckels zwei Öffnungen für 140mm, als auch 120mm Lüfter beinhalten.

 

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Inneres Erscheinungsbild

Damit das innere Erscheinungsbild auch genauer in Augenschein genommen werden kann, muss das Gehäuse durch die Rändelschrauben geöffnet werden, sodass das Seitenteil herausgeschoben werden kann. Die beiden Seitenteile fallen vor allem durch ihr relativ hohes Gewicht auf, das eine gewisse Stabilität bestätigen lässt, welche aber auch durch die Dämmung an beiden Seitenteilen zustande kommt.

Wie schon erwähnt beinhaltet der Namenszusatz Titanium Grey keine weiteren Veränderungen gegenüber der Black Pearl Variante, so auch beim inneren Erscheinungsbild.

Das Fractal Design in zweiter Revision zeigt eine komplette Überarbeitung im Innenraum, denn hier lässt sich kein zwei Kammer-System mehr vorfinden, sondern die klassisch gewohnte Gestaltung. Dieses System soll den Airflow verbessern, die Montagemöglichkeiten erweitern und eine größere Flexibilität in der Kabelverlegung ermöglichen.

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Wie gewohnt fangen wir bei der Betrachtung im Zentrum des Gehäuses, nämlich dem Mainboardtray, an. An dieser Stelle fällt die große Aussparung für die CPU-Kühlermontage auf, zumal CPU-Kühler mit einer maximalen Höhe von 170mm verbaut werden können.

Eine kleine Ausnahme beinhaltet das Platzangebot hingegen, wenn ein Lüfter am Seitenteil installiert wird, verringert sich die maximale Höhe für die CPU-Kühlermontage. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass Mainboards vom Faktor XL-ATX aufgenommen werden können und somit auch High-End Hardware aufgenommen werden kann.

Hinzu kommen insgesamt neun Erweiterungsslots, die sogar theoretisch für ein Quad SLI/Crossfire System ausreichen würden. Über den Erweiterungsslots wurde ein 140mm Lüfter angebracht, der die erwärmte Luft aus dem Gehäuse führt.

Außerdem erwähnenswert sind die Öffnungen für die Kabeldurchführungen, die großzügig bemessen worden sind und mit Gummipuffern versehen worden sind.

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Von vorne betrachtet befinden sich oben rechts die Montageplätze für die Laufwerke. Insgesamt lassen sich vier 5,25 Zoll Laufwerke montieren.

Alle Laufwerke werden auf herkömmliche Weise montiert, das heißt, es ist gibt keine zusätzliche Entkopplung oder ein Schnellverschlusssystem. Die Frage stellt sich natürlich, ob gerade bei einem schallgedämmten Gehäuse eine Entkopplung noch zusätzlich erforderlich ist oder die Dämmung die Vibrationen entsprechend in Schach hält.

Positiv hervorzuheben sind jedoch die wiederverschließbaren Blenden, mit denen die Öffnungen wieder verschlossen werden können.

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Unter dem Laufwerksschacht befinden sich zwei variierbare Festplattenschächte, die entfernt werden können, sodass verschiedene Montagemöglichkeiten erreicht werden. Wird der obere Festplattenkäfig zum Beispiel entfernt, erweitert sich das Platzangebot von 33cm auf 48cm für zu verbauende Grafikkarten.

Als durchaus ausreichend lässt sich die Verbaubarkeit der Festplatten/SSDs bezeichnen, denn jeder Schacht bietet die Möglichkeit, vier 3,5 oder 2,5 Zoll-Datenträger aufzunehmen, für den normalen Anwender dürfte der Bedarf damit gedeckt werden können.

Installiert werden die Datenträger ganz einfach über die herausnehmbaren Schienen, in die die Festplatte hineingelegt wird und verschraubt wird, gleichzeitig wird der Datenträger auch entkoppelt.

Damit eine entsprechende Frischluftzufuhr gewährleistet wird, hat Fractal Design bereits in die Front einen 140mm Lüfter integriert, der nicht nur die Datenträger versorgen soll, sondern auch die restliche Hardware.

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Der Boden des Fractal Design Define XL R2 bietet eine grundsätzliche Kompatibilität zu ATX-Netzteilen, doch sollte auf die Länge des Netzteils geachtet werden, sofern der am Boden verbaute Lüfter montiert bleiben soll.

Denn ohne den 140mm Lüfter können wahre Netzteilboliden mit einer Länge von bis zu 345mm in das Gehäuse eingebunden werden, hingegen mit dem verbautem Lüfter die Länge für Netzteile auf 190mm schrumpft. Das Netzteil wird auf zwei Gummipuffer gelegt und somit soll eine Entkopplung gewährleistet werden.

Nach der Montage des Netzteils bietet sich die Möglichkeit, die Kabel direkt durch die langgezogene, mit Gummi versehene Öffnung zu verlegen, die auch breit genug für ein 24 poliges Kabel ist.

Praxistest und Messungen

Im praktischen Durchlauf unseres Testverfahrens testen wir die Entkopplungsintensität sowie die Lautstärke der Lüfter. Damit ein möglichst objektives Ergebnis erzielt wird, kommt ein Schallpegel-Messgerät (MC Check MS-50) zum Einsatz. Falls in der Beschreibung nicht anders erwähnt, werden bei den Gehäusetests die Lautstärkemessungen aus der Gehäusemitte vorgenommen.

Entkopplungsintensität

Die Entkopplungsmaßnahmen vom Hersteller Fractal Design erwiesen sich in den letzten Tests als effizient und erfüllten ihren Nutzen. Die Entkopplung beim Define XL R2 lässt sich schon beim äußeren Betrachten feststellen, dort sind in die Standfüße Gummifüße integriert worden, die den ersten Schritt zur Entkopplung beitragen.

Im Inneren des Gehäuses setzen sich die Maßnahmen fort, so werden Netzteil als auch Datenträger entsprechend entkoppelt. Das Netzteil wird auf pyramidenähnliche Gummifüße gesetzt, sodass Vibrationen vermindert werden. Hingegen 3,5 Zoll Datenträger lediglich auf die Schienen gelegt und anschließend verschraubt werden.

Leider fehlt für die Laufwerksmontage eine entsprechende Entkopplung, die im Rahmen eines Schnellverschlusssystems umsetzbar gewesen wäre.Dies lässt sich jedoch zum Teil verschmerzen, da das Gehäuse eine integrierte Schalldämmung besitzt und somit Geräusche bzw. Rotationen ohnehin eingegrenzt werden, dazu jedoch gleich mehr.

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Lüfter

Das Fractal Design Define XL R2 wird mit drei Lüftern in der Größe 140mm ausgeliefert. Alle Lüfter stammen aus der hauseigenen Silent Series R2 Reihe und laufen mit einer Umdrehung von maximal 1000prm.

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Diese Faktoren sowie die integrierte Schalldämmung als auch die vorhandene Lüftersteuerung sprechen für ein Gehäuse auf Basis eines leisen Betriebsgeräusches.Zudem gaben die Lüfter im Einzelnen keinen Anlass zur Kritik in der Verarbeitungsqualität und machten keine absonderlichen Geräusche bei den ersten Umdrehungen per Hand.

Wie immer lässt sich das Gehäuse auch in unserer Schallpegelmessung mit anderen vergleichen:

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Das Fractal Design Define XL R2 lässt sich nach unserer Schallpegelmessung mit drei verbauten Lüftern als das bis jetzt leiseste Gehäuse verzeichnen. Hinzu kommt jedoch ebenfalls, dass der Testaufbau mit einem offenen Seitenteil stattfand. Im geschlossenen Zustand wirken die Lüfterumdrehungen gleich noch ein paar Dezibel leiser, wobei auch diese Einschätzung eher subjektiv ist.

Die Lüftergeräusche lassen sich beim Betrieb mit 12V nach wie vor wahrnehmen, jedoch werden hier nur die Umdrehungen wahrgenommen, keine unangenehmen Lagergeräusche oder dergleichen. Sobald die Lüfter dann auf 7V oder gar 5V geregelt werden, sind sie kaum wahrnehmbar, vor allem im geschlossenen Zustand nicht.

An dieser Stelle lässt sich dann auch deutlich die Wirkung von leisen Lüftern im Zusammenhang mit einer Schalldämmung verzeichnen.

Fazit

Der Hersteller Fractal Design ist längst nicht mehr ein Einsteiger oderein Hersteller der preiswerte, aber qualitativ hochwertige Gehäuse auf den Markt bringt, sondern ein ernstzunehmender Konkurrent für andere Gehäusehersteller.

An dieser Stelle beweist dies Fractal Design mit dem Define XL R2, das Gehäuse setzt zwar keine neuen Trends, aber die erbrachte Leistung ist wirklich erwähnenswert. Im Vordergrund steht hierbei die integrierte Schalldämmung sowie die leisen Lüfter, die gepaart mit der integrierten Lüftersteuerung als absolut silenttauglich eingestuft werden können.

Zudem steht auf der positiven Seite das große Kompatibilitätsspektrum, das zum Beispiel die Aufnahme von XL-ATX Mainboards, aber auch Multi GPU-Systemen beinhaltet.Alle gängigen Frontanschlüsse wurden ebenfalls bedacht und mit genügend Abstand integriert, sodass ein Paralellbetrieb problemlos möglich ist.

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Jedoch gibt es beim Define XL R2 auch zwei Kritikpunkte, die dem Gehäuse leider unsere uneingeschränkte Kaufempfehlung nehmen. Zum einen sind dies die fehlenden Schlauchdurchführungen, die gerade bei einem Big-Tower diesen Formates nicht fehlen dürfen, sowie die fehlende Entkopplung für die Laufwerke.

Letzteres ist zwar durch die integrierte Dämmung zu verschmerzen, passt jedoch nicht in das Gesamtbild eines Gehäuses, das auf leise Betriebsgeräusche getrimmt wurde.

Das Gehäuse lässt sich aktuell für erschwingliche 106€ erwerben und sollte von jedem in Betracht gezogen werden, der ein Gehäuse mit Potenzial für große Hardware sucht im Zusammenhang mit einem leisen Erscheinungsbild. Dabei sollte jedoch bedacht werden, ob die zwei Kritikpunkte eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung spielen. Ansonsten ist dieses Gehäuse fast konkurrenzlos auf dem Markt, gerade wenn die genannten Features mit anderen Gehäusen verglichen werden.

Für die insgesamt erbrachte Leistung erhält das Gehäuse nicht nur unseren beliebten Single Gold Award, sondern auch einen Single Silent Award. Herzlichen Glückwunsch!

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