Test: Enermax Spine Rex

Natural Born Dominator, was so viel heißt, wie „Natürlich geborener Dominator“. So beschreibt Enermax sein aktuellstes Gehäuse, das Spine Rex. Er ist groß. Sehr groß!

Er beherbergt viele Lüfter und soll mit seinen technischen Raffinessen überzeugen. Ob sich Enermax’s Spine Rex als dominantes Gehäuse bezeichnen darf und ob er sich nicht lieber verstecken sollte, haben wir in unserem ausführlichen Test herausgefunden.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Enermax für das Bereitstellen des Testmusters sowie das entgegengebrachte Vertrauen!

Technische Daten

  • Full Tower (Bigtower)
  • Maße: Tiefe 54cm x Breite 21,3cm x Höhe 59,1cm
  • Gewicht: ca. 12 kg
  • Je nach Kombination bis zu 11x 3,5“ Festplatten-Einschübe
  • Je nach Kombination bis zu 8x 5,25“ Laufwerk-Einschübe
  • 4 x Gummidurchführungen für eine Wasserkühlung
  • I/O-Panel mit 3x USB 2.0, 1x USB 3.0, 1x eSata und Audio-Anschlüssen
  • Lüfter-Montage-Möglichkeiten:
  • Vorderseite: 2 x 120mm Vegas Lüfter (vorinstalliert)
  • Hinterseite: 1 x 120mm Lüfter (frei)
  • Seitenwand: 1 x 250mm LED Lüfter (vorinstalliert)
  • Deckel: 2 x 120/140mm Lüfter (frei)

Lieferumfang und Ausstattung

In einer ansprechend illustrierten Karton-Verpackung erreichte uns das Gehäuse. Darin ist es mit Styropor vor Schlägen und Kollisionen geschützt. Das Zubehör enttäuschte uns nicht und hat unsere Erwartungen erfüllt.

Zum Zubehör zählen:

  • Ein kleines Handbuch
  • 2 x Enermax Klett-Kabelbinder
  • Mehrere Tüten Schrauben für die Montage
  • 2 x Plastik „Kabelführungen“
  • Interner Speaker
  • Ein Vegas-Lüfter Sticker aufgedruckt mit den verschiedenen LED-Modi

Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Mehrere vorinstallierte Lüfter mit LED Wechsel, abnehmbare Festplatten-Käfige, viel Platz und ein praktisches Kabelmanagement. Insgesamt sind 3 Lüfter ab Werk dabei, 2x 120mm Vegas Lüfter und ein 250mm Lüfter in der Seitenwand.

Die vorderen Lüfter verfügen über ganze 13 LED-Modi in rot und blau! Der seitlich verbaute 250mm Lüfter leuchtet ebenfalls wahlweise in blau oder rot und lässt sich sogar mit einem Dreh-Regler steuern.

Bei allen Lüftern lässt sich die LED-Beleuchtung abschalten, entweder durch längeres Drücken am Schalt-Knopf oderwenn man den Schieberegler in die Mitte schiebt.

Das Spin Rex verfügt über 2 Festplatten-Käfige, in denen insgesamt bis zu 8 Festplatten Platz finden! Zum Entfernen eines Käfigs müssen die vorne angebrachten Laufwerk-Blenden (3Stück) entfernt werden. Das ist schnell und leicht getan, denn es genügt, die beiden Front-Klappen links und rechts aufzuklappen.

Mit seiner Höhe von rund 60cm, seiner Länge von gerundet 54cm und seiner Breite von rund 21cm ist er ein großer „Platz-Hirsch“. Auch unser großer CPU-Kühler (Prolimatech Genesis) passte problemlos hinein. Zum Schluss noch das Kabelmanagement.

Wir schafften es, alle unsere Kabel schön zu verlegen und zu verstecken. Für manche wird die Größe des Gehäuses beim Kabel Verlegen zu einem Problem werden, denn es kann passieren, dass ein Kabel für das Verlegen zu kurz ist und somit quer durchs Gehäuse hängt.

Äußere Betrachtung

Fast die komplette Front besteht ausschließlich aus Mesh Laufwerk-Blenden. Für manche Leute ein totales No-Go. Allerdings befindet sich Staubschutzfilter hinter dem Gitter. Oben ist die Front zum Deckel abgeschrägt, da befinden sich Power, sowie Reset Knopf, Status Led und das herausstehende Enermax Logo.

Das Abnehmen der Front-Blenden ist rasch erledigt. Es genügt die beiden Front-Klappen umzuklappen und die Blende herauszunehmen. Außerdem regelt man so die LED-Modi der beiden vorderen Vegas Lüfter. Die beiden Schaltknöpfe befinden sich nämlich hinter der linken Front-Klappe.

Im Deckel findet man das I/O Panel über einer kleinen Ablage für Handy und Co. wieder. Ausgestattet mit 3x USB 2.0, 1x USB 3.0, 1x eSata und Audio-Anschlüssen bietet es genügend Anschlüsse für Jedermann.

Dahinter hat sich Enermax was tolles einfallen lassen: Luftschächte! Hat man im Deckel Lüfter montiert und am Abend nervt einen die Beleuchtung, so reicht es den Schacht zuzuschieben.

Hier ein Bild, für alle diejenigen, die nichts mit unserer Beschreibung anfangen können.

Zur Hinterseite ist nur zu erwähnen, dass das Netzteil unten Platz findet und direkt darüber 4 Schlauchdurchführungen vorhanden sind. Die linke Seitenwand beherbergt einen Monster-Lüfter mit ganzen 25cm Diagonale!

Doch das ist nicht alles. Seine Geschwindigkeit lässt sich mittels eines „Dreh-Rad“ zwischen 600 und 900 rpm regeln. Dazu leuchtet er wahlweiße in rot oder blau. Natürlich lässt sich seine Beleuchtung auch abschalten.

Vor dem Lüfter befindet sich allerdings eine große Lochblechgitter-Form die mit Staubschutzfilter ausgestattet ist. Diese gibt der Seitenwand ihren Pepp und sein gutes Aussehen.

Innere Betrachtung

Auf den ersten Blick ins Innere ist man vom ganzen Platz sowie den vielen Einbau-Möglichkeiten verblüfft. Das Netzteil wird auf Gummi-Noppen montiert. Diese verhindern das Übertragen von Vibrationen des Netzteils auf das Gehäuse. Insgesamt stehen 7 Erweiterungs-Steckplätze für Grafikkarte und Co. zur Verfügung.

Diese werden mit Rendel-Schrauben befestigt. Sehr komfortabel! Weniger schön ist die Tatsache, dass die Metall-Blenden hinter den Front-Blenden mit Schrauben befestigt sind. Möchte man seine Festplatten montieren, so müssen zuerst die Frontblenden entfernt werden, anschließend muss der Käfig von vorne herausgezogen werden.

In den Festplatten-Käfigen sind weitere Schnellverschluss-Clips vorhanden. Diese benötigt man beim Einbau eines Laufwerks oder anderes 5,25“ Gerätes. Wem die vorhandenen Lüfter nicht reichen, der kann hinten und im Deckel noch insgesamt 3 einbauen.

Um im Deckel 2 x 120mm oder 140 mm Lüfter zu montieren, muss erst die Abdeckung entfernt werden. Diese wird von 2 Schrauben ganz hinten jeweils links und rechts gehalten.

Hinweis: Bitte benutzt für die Montage der Lüfter im Deckel die mitgelieferten langen Schrauben. Nicht das Loch größer machen!

Praxistest

Der gesamte Einbau verlief ohne Schwierigkeiten. Dank der Größe war auch die Montage des Mainboards mit unserem Kühler (Prolimatech Genesis) ein Kinderspiel.

Auch im Betrieb punktet der Spin Rex mit seiner Größe. Die Temperaturen blieben den ganzen Test hindurch im grünen Bereich. Auf unserer Temperatur-Bestenliste belegt es, knapp vor dem Rasurbo Change, den ersten Platz.

Der seitliche 250-mm-Lüfter lief beim Test auf höchster Drehzahl – zugunsten der Lautstärke. Er war mit den beiden vorderen Vegas Lüftern deutlich hörbar. Keine Glanzleistung! Verringert man allerdings die Geschwindigkeit des großen Lüfters bis zur Hälfte, dann lässt es sich schon angenehmer arbeiten

Fazit

Das Spine Rex erfüllte unsere Anforderungen und schlug sich den gesamten Test hindurch mit Bravour. Die Größe ist ein klarer Vorteil, wenn es um Kühlung und Einbau geht, weniger, wenn es mit zu einer LAN-Party muss.

Mehrere Features haben uns allerdings begeistert. Zum Beispiel die schließbaren Luftschächte im Deckel oder die Beleuchtungs-Möglichkeiten.

Wenige kleine Mängel, wie die mit Schrauben befestigte Metal-Blenden oder der etwas zu laute seitliche Lüfter haben wir gefunden. Mit rund 110 € ist das Spine Rex nicht gerade günstig, doch auf jeden Fall lohnt sich diese Investition!

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