Test: Teufel BT Bamster

Heutzutage sollte fast alles Technische immer möglichst klein, leicht und kompakt sein. Am besten noch, ohne dabei in Sachen Performance Einbußen machen zu müssen. Ob beispielsweise Computer, MP3-Player oder auch Speicherkarten, dem Trend nach kommen immer kleinere Produkte auf den Markt.

Gerade bei Lautsprechern, die für eine ordentliche Wiedergabe aller Frequenzbereiche eigentlich entsprechend großes Innenvolumen benötigen, wird es dann happig.

Wir haben uns für das heutige Review einen Kompaktlautsprecher in Form einer Mini-Soundbar von Teufel mit der Bezeichnung „BT Bamster“ in die Redaktion geholt und werden schauen, ob uns der Berliner Lautsprecherspezialist das Gegenteil der oben genannten Aspekte beweisen kann.

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Wir danken Lautsprecher Teufel für die Bereitstellung des Testmusters.

Einleitung und Technik

Gerade in der Zeit der Note- bzw. Netbooks und Smartphones ist die Qualität der Lautsprecher ein großer Kritikpunkt, mehr als blecherne und unsaubere Sounds können die verbauten Speaker meist nicht ausgeben. -Kein Wunder, wenn man die Größe betrachtet.

Wie gelegen käme da so ein kleiner, länglicher Lautsprecher, der problemlos in jede Notebooktasche passt. Genau das Richtige, falls man auch mal unterwegs Musik genießen mag. Wie gut wäre es da, das ganze dann auch noch kabellos und mit hoher Akkulaufzeit betreiben zu können! Genau diese Gedanken hat sich Teufel gemacht: Das Ergebnis der Überlegungen trägt den Titel „BT Bamster“.

Der 44 x 300 x 52 mm große (Tiefe x Breite x Höhe) und nicht einmal 600 g schwere Lautsprecher im Aluminiumgehäuse, der das erweiterte Modell des PC Bamster darstellt, verfügt neben vielen weiteren Besonderheiten über eine Bluetooth-Schnittstelle, mit der Musik, beispielsweise vom Smartphone, kabellos wiedergegeben werden kann.

Auch an eine Freisprecheinrichtung wurde gedacht, um das Telefonieren über die Soundbar zu realisieren. Der Lautsprecher, der über ein progressives Double-Bass-System verfügt, soll Frequenzbereiche bis hinunter auf echte 90 Hz wiedergeben können. -Dieser Wert klingt vorerst sehr realistisch

Dafür sollen zwei Basstreiber aus Aluminium, die in voneinander abgetrennten Kammern passiv neben zwei weiteren Breitbandlautsprechern für den Mitteltonbereich und die Höhen mitschwingen, sorgen.

Mit einer Dauerbelastbarkeit der Lautsprecher von 5 Watt soll ein hoher Schallpegel bei zugleich klarer Wiedergabe erzielt werden, wofür das Gehäuse der Soundbar, welches komplett aus Aluminium gefertigt ist, beitragen soll. Befeuert werden die insgesamt vier Treiber von einem Class D-Verstärker mit einer Ausgangsleistung von 3W RMS. Für bis zu acht Stunden Musikgenuss sorgt ein 2000 mAh starker Lithium-Polymer-Akku.

Aber ob bei einem solch geringem Innenvolumen tiefere Bässe und gleichzeitig klare Höhen bei einem soliden Mitteltonbereich zustande kommen? Dies wird der BT Bamster erst einmal zu beweisen haben.

Lieferumfang

Der BT Bamster wird, zusammen mit einem passenden Netzteil inklusive Mini-USB auf USB-Kabel mit integriertem 3,5mm-Klinkenstecker, in einem schlichten, schwarzen Karton mit einem Teufel-Logo und der entsprechenden Produktbezeichnung ausgeliefert.

Dazu gesellen sich neben einer farbigen Bedienungsanleitung zwei Ferritkerne für das Anschlusskabel, die dafür sorgen, dass die hochfrequente elektrische Energie im Kabel (wenn angeschlossen) gedämpft bzw. teilweise in Wärme umgewandelt wird. Gerade in stark gestörter Umgebung (beispielsweise die Bluetooth-Schnittstelle des Lautsprechers) ist diese Ummantelung wichtig, um Störungen der Lautsprecher zu verhindern, die sich oft in unerwünschten Tönen äußern.

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Weiteres befindet sich nicht in der Schachtel. Der Akku ist also von Werk aus eingebaut und nicht entnehmbar.

Impressionen

Die Soundbar ist neben der von uns getesteten, schwarzen Variante auch in weiß erhältlich. Das Gehäuse aus Aluminium ist makellos verarbeitet und wirkt sehr hochwertig. Die vier Lautsprecher befinden sich hinter einem obig angebrachten Gitter, welches an der Kante von einem schmalen, roten Rand aus Kunststoff abgeschlossen wird .

Rechts ist ein gummierter, optisch ansprechender Lautstärkeregler mit einem großen, im Betrieb blau leuchtenden Teufel-Logo verbaut, mit dem man seine Musik per Knopfdruck auch anhalten bzw. wiedergeben kann.

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Die Rückseite gestaltet sich aus der Mini-USB-Schnittstelle, die neben der Ladeeinrichtung gleichzeitig als AUX-Eingang fungiert, falls man per Kabel seine Musik genießen möchte und dem An- bzw. Ausschalter. Die Unterseite ist gummiert, um unerwünschte Vibrationen bzw. Resonanzen auf glatten Oberflächen zu vermeiden. Zudem sollte dazu beigetragen werden, dass der Lautsprecher sich nicht selbstständig bewegt und wegrutscht.

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Die Verbindung per Smartphone und iPad funktioniert problemlos und schnell. Zur Aktivierung des Bluetooths muss der BT Bamster lediglich auf die besagte Funktion geschaltet werden, schon kann es losgehen.

Praxischeck

Kommen wir zum spannendsten Teil, dem Praxistest. Hier durfte sich der Bamster in etwa zwei Wochen Probezeit beweisen.

Neben dem hohen Schallpegel, der auch etwas teurere Modelle der Konkurrenz problemlos übertrifft, ist die Wiedergabe bis fast an die Belastungsgrenze klar, wobei sich bei maximaler Lautstärke leichte Verzerrungen bemerkbar machen. Für die hohe Lautstärke ist aber durchaus auch der etwas abgemilderte Bassbereich verantwortlich, der bei vergleichbaren Lautsprechern etwas stärker ausfällt. Jedoch hält Teufel das Versprechen, auf echte 90 Hz zu kommen, allemal ein.

Selbst in diesem Frequenzbereich werden die Töne mit ausreichend „Wumms“ ausgegeben, in unteren Frequenzen wurden nach subjektiver Einschätzung keine Töne „verschluckt“. Weiterhin ist über die Soundqualität im Gesamten in keinster Weise zu meckern. Ganz im Gegenteil: Von einem Lautsprecher dieser Größe erwartet man gar nicht eine derart gute Ausgabe. Neben einem konstanten Mittelton sind die Höhen jedoch etwas zurückhaltend.

Alles in allem hat uns die Klangqualität des Teufel BT Bamster positiv überrascht. Zwar kommt er im Soundbar-Test nicht an die Teufel Cinebar 11 heran und eignet sich eher für unterwegs und nicht als Ersatz für ein 5.1-System oder eine gute Stereoanlage, aber das kann man bei dem Preis auch nicht erwarten.

Die Laufzeit des Akkus entspricht in etwa den Herstellerangaben (je nach Lautstärke) und fiel ebenfalls positiv ins Gewicht. Das Gehäuse aus Aluminium ist sehr solide, die Verarbeitungsqualität lässt also keine Wünsche offen.

Verbesserungswürdig wäre vielleicht noch die Gummierung auf der Unterseite, da diese staubanfällig ist und dann den Zweck des Grips auf glatten Oberflächen nicht mehr ganz erfüllt. Manchmal neigt der Bamster auch mit sauberem Untergrund dazu, „wegzuwandern“

Wer sich trotz der guten Kritik nicht ganz sicher ist, ob der BT Bamster wirklich den eigenen Ansprüchen gerecht wird, der kann vom 8-wöchigen Testzeitraum nur profitieren. Daumen hoch!

Wie immer gilt hier: Probehören!

Fazit

Mit dem BT Bamster hat Teufel einen sehr preiswerten, portablen Lautsprecher auf den Markt gebracht, dessen Sound in der Praxis weitgehend überzeugen kann. Wer etwas mehr Wert auf Lautstärke anstatt auf satteste Bässe legt, ist mit diesem Modell auf jeden Fall sehr gut beraten (Wobei durchaus ein kräftiger Ton im tiefen Frequenzbereich vorhanden ist!). Von der sehr hohen Akkulaufzeit waren wir begeistert, selbst bei Kälte hielt der Lautsprecher, was er verspricht.

Einen kleinen Grund zur Kritik gibt es also eigentlich lediglich am staubanfälligen Standfuß.

Wir an unserer Stelle können also eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Es sei jedoch auch erwähnt, dass es sich durchaus lohnen kann, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, denn bei der Teufel BT Bamster handelt es sich um eine Einsteiger-Soundbar.

PositivesNegatives
+ Lange Akkulaufzeit
+ Sehr Preiswert (ca. 130€)
+ Ladeeinrichtung und Aux-Eingang kombiniert
+ 8-wöchiger Testzeitraum
+ 2 Jahre Garantie
– Kein Kombi-Kabel nachzukaufen
– staubanfälliger Standfuß
– Nur online erhältlich

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