Test: Rasurbo Vort-X U3

Der Hardwarehersteller Rasurbo ist bei vielen Computernutzern für sein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis sehr beliebt, was dazu führt, dass die Produkte des Unternehmens häufig bei der Auswahl von Gehäusen, Lüftern oder Netzteilen bevorzugt werden.

Inwiefern das Vort-X U3-Gehäuse der Serie GC – GaminX & Case diesem gewohnten Produktbild entspricht, werden wir anhand dieses Tests überprüfen.

Wir bedanken uns bei Rasurbo für das Zusenden des Testmusters sowie das entgegengebrachte Vertrauen!

Technische Daten

Rasurbo Vort-X U3
I/O Panel:2x USB 3.0, Audio-Anschlüsse, Power/ Reset-Knopf
Maße:185 (B) x 408 (H) x 475mm (T)
Gewicht:ca. 7,2kg
Material:Metall (Grundgerüst), Kunststoff und Mesh (Vorderseite)
Formfaktor:Micro-ATX, ATX
Lüfter:1x 120 mm (Vorderseite),1x 120 mm (Rückseite, optional), 2x 120 mm (Seite, optional) / 3x 80mm (Seite, optional)
Laufwerke:3x 5,25“ (extern), 2x 3,5“ (extern), 5x 3,5“ (intern)
Erweiterungsslots:7

Lieferumfang und Ausstattung

In einer überwiegend in Weiß, Schwarz und Orange gehaltenen Verpackung kam der Midi Tower zu uns. Neben einer Zeichnung des Produktes finden wir die technischen Daten sowie die Versionsangabe des Gehäuses auf dieser. Das Zubehör befindet sich in kleinen Plastiktütchen und beinhaltet mehr als die normalerweise benötigten Teile.

Somit erhält man:

  • 1 x Schraubenset aus vier verschiedenen Schraubentypen (insgesamt 39 Stück)
  • 3 x Kabelbinder
  • 2 x Befestigungsklammern (1 x ODD, 1 x HDD) zu werkzeugfreien Montage
  • 2 x Plastikschienen für das Kabelmanagement
  • 1 x Lock Board
  • 8 x PCI-Slotblenden
  • 1 x BIOS-Speaker
  • 1 x Montageanleitung

Das in zwei verschiedenen Versionen (USB 2.0 oder USB 3.0) erhältliche Chassis wirbt mit einem optimierten Kühlungskonzept sowie einfacher und auch werkzeugfreier Montage bei Laufwerken.

Ein 120mm-Lüfter mit blauen LEDs befindet sich bereits in der Front, bis zu vier weitere Exemplare lassen sich im gesamten Gehäuse verbauen, ein 120mm Exemplar in der Rückseite und zwei in der linken Seitenwand, alternativ drei 80mm-Versionen.

Das I/O-Panel beinhaltet die gewohnten Audio In/Out Buchsen sowie zwei USB 3.0-Anschlüsse.

Äußere Betrachtung

Durch das Verwenden von mattem Lack am kompletten Chassis und den Einsatz von glänzendem Lack an der Front wirkt der Vort-X U3 sehr edel und modern. Dazu trägt auch der großzügige Einsatz von Mesh Gitter seinen Teil bei. Lediglich bei den Glanzelementen sollte man Acht geben, andernfalls werden diese schnell von Fingerabdrücken geziert.

Das rechte Seitenteil ist mit vielen kleinen Bohrungen versehen, welche die Belüftung des Gehäuses aktiv unterstützen können. Zudem befindet sich am hinteren Teil eine Mulde, mit deren Hilfe sich das Seitenteil einfacher entfernen lässt.

Das linke Seitenteil verfügt rein technisch über die gleiche Ausstattung, jedoch sind die Bohrungen so angeordnet, dass diese als Lusteinlass für zwei 120mm-Lüfter bzw. drei 80mm-Lüfter genutzt werden können. Die Mulde zum einfacheren Öffnen ist auf dieser Seite ebenfalls vorhanden.

Die Rückseite zeigt die sieben Erweiterungsslots und die übliche Mainboardöffnung. Das Netzteil wird in diesem Gehäuse nicht am Boden, sondern unter dem Deckel eingebaut. Mittlerweile etwas ungewöhnlich, jedoch keinesfalls störend. Allerdings werden Besitzer einer Wasserkühlung ausgebremst, denn die Rückseite bietet keine Öffnungen zur Schlauchdurchführung für eine solche.

Inneres Erscheinungsbild

Auch im Innenraum dominiert die Farbe schwarz, die Eleganz ist auch hier anwesend. Als Kontrastpunkte dienen die Befestigungssysteme für Laufwerke an den jeweiligen Käfigen in der Gehäusefront sowie die Schnellbefestigungssysteme für PCI-Erweiterungskarten (alle Varianten) in der Rückseite des Gehäuses. Letztere sind eine interessante Lösung, die wir bisher noch nirgends gesehen haben. Sehr interessant und gut durchdacht!

Das Mainboardtray ist von einer großen Öffnung auf Höhe der CPU-Backplate durchbrochen, sodass ein einfacher Kühleraustausch möglich ist. Durch die etwas kleineren Ausmaße ist die Maximalhöhe für CPU-Kühler auf 160mm, die Maximallänge für Grafikkarten auf 300mm beschränkt.

Für ein Low-Budget Gehäuse klingt dies alles sehr überzeugend und gut durchdacht, was auch wirklich der Fall ist. Doch leider gibt es kleine Kritikpunkte. So sind zwar kleine Bohrungen vorhanden, die ein Durchführen von Kabeln ermöglichen, aber diese sind nicht ausreichend und etwas ungünstig platziert.

Dazu trägt zusätzlich die rechte Seitenwand (hinter dem Mainboardschlitten) bei. Denn der Abstand zwischen dieser Wand und Mainboardschlitten ist so dünn, dass keine dickeren Kabel dazwischen verlegt werden können.

Praxistest

Trotz des etwas geringeren Platzangebotes im Vergleich zu anderen Gehäusen dieser Größe geht der Einbau einfach und zügig von der Hand. Für ungeübte stellt lediglich der Einbau des Netzteils im Deckel des Chassis ein kleineres Problem dar.

Der Abstand der rechten Seitenwand beträgt lediglich 8mm, was ein ordentliches Verlegen der Kabel stark erschwert.

Fazit

Ein Low-Budget Case, das gleichzeitig für Gamer interessant sein soll? Rasurbo macht’s möglich. In unserem Test hat es sich wacker geschlagen und für einen Preis von rund 34€ hat es alles dabei, was man braucht, sogar USB 3.0 ist dabei.

Allerdings besteht beim Kabelmanagement Nachbesserungsbedarf, da die installierte Lösung nicht sehr hilfreich ist. Auch ist das Gehäuse für Besitzer einer Wasserkühlung nicht nutzbar, da es keine Möglichkeit zur Schlauchdurchführung gibt.

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